Freitag, 23. Juli 2010

Jetzt isses richtig!

Nun hab ich endlich mal die Email-adresse aktualisiert, die in den Benachrichtigungs-Mails angezeigt wird. Die Funktion "antworten"sollte nun funktionieren.
Schoenes Wochenende!

Gemaltes

Mein Rezept geben Depri-Stimmung: Fuer jemanden etwas basteln/malen.

In diesem Fall hab ich fuer Rhonda ein "Power-Bild" zum Geburtstag gemacht.

Das Zeichen in der Mitte heisst "Rhonda" und aussenherum sind die Zeichen fuer "Liebe", "Freundschaft", "Gesundheit" und "Kraft".

Und weil die Farben so gut in mein Marco-/Gaestezimmer passen, hab ich noch 2 Zwillingsbilder gemacht. Die Zeichen in der Mitte bedeuten "Mario" (links) und "Marco", an den Seiten stehen die Zeichen fuer "Gesundheit" und "Glueck" und die Zeichen oben im roten Feld bedeuten zusammengefuegt "Zwillinge"






Dienstag, 20. Juli 2010

Das habe ich mir dann doch mal wieder etwas zu einfach vorgestellt

Gerade habe ich mit einer Dame vom Kreis-Anzeiger telefoniert und bin komplett abgeschmettert worden.
"Sowas interessiert hier niemanden. Ausserdem koennen wir ja den Wahrheitsgehalt ihrer Geschichten nicht ueberpruefen. Sie koennen uns ja viel erzaehlen. Das Muetterchen aus Schotten will Nichts von einer Frau aus Kanada lesen..." und und und.
Ganz schoen frustrierend.
Klar hab ich damit gerechnet, dass meine schreiberischen Faehigkeiten nicht ausreichend sind fuer eine Veroeffentlichung. Aber die Chance mal eine Leseprobe einsenden zu duerfen, hatte ich mir schon ausgerechnet. Na vielen Dank, das war ein Daempfer.
Aber lasse ich mich von der (bis jetzt noch) einsamen Meinung der Redakteuerin eines Wetterauer Kaeseblattes entmutigen? Ein ganz klares NEIN!
Viele Wege fuehren nach Rom. Und ausserdem bestimmt nicht der Wind die Richtung sondern die Segel. Und die setze immer noch ICH.
Ja und genug Zeit dazu habe ich jetzt auch wieder, den ich habe gestern meinen Job geschmissen.
Uuuhhhh, wie sich das anhoert...
Ohhhh, und wie sich das anfuehlt....
Aber ganz besonders Sch... hat sich mein linker Arm angefuehlt. Der darf naemlich seit der OP 2002 keinerlei koerperliche Taetigkeiten mehr ausueben und genau das hatte ich ihm bei meinem letzten Job in der Moebeltuerenfabrik zugemutet. Und wenn dann noch ueber 40 Grad in der Werkshalle sind, da laesst ein Lymphoedem nicht mehr lange auf sich warten. Und da ich das seit 8 Jahren erfolgreich vermeiden konnte und eigentlich wirklich froh sein muss, dass dieser - sagen wir mal etwas lahme Arm das einzige Ueberbleibsel meiner Krebserkrankung ist, habe ich mich entschlossen, das Tuerenschleifen, mit dem ich mir in den letzten Wochen die Zeit vertrieben habe, einzustellen. Leider wird aber nun auch der Pay-Scheck eingestellt.
Naja, wir werden nicht gleich verhungern.
Aber ich nahm die Situation zum Anlass, mal ernsthaft darueber nachzudenken, was ich denn stattdessen machen koennte:
Spass machen soll es, idealerweise sollte es etwas sein, was ich gut kann, und lukrativ sollte es auch sein. Wenigstens ein bisschen.
Die Idee mit der regelmaessigen Kolumne im Kreis-Anzeiger oder in einer anderen Tageszeitung in Deutschland hatte ich schon lange.
Ja ja, Ideen hab ich immer viele. Und vorstellen kann ich mir das auch gut. Ein Leben wie Carrie Bradshaw: Leben, lieben, Party, darueber schreiben und viel Geld verdienen.
Zugegebenermassen spaziere ich nicht mit Malono Blahniks und meinen Freundinnen durch Mannhatten und treffe mich mit Mr. Big zum Lunch, aber ich stolpere immerhin in Flip-Flops durch New Brunswick und treffe mich zum Supper mit Rhonda. Und mein Mr. ist auch nicht gerade klein.
Sicher ist in meinem Leben nicht ganz so viel Glamour wie in Carrie's, aber interessant finde ich es auch. Wenisgtens manchmal....
Wenn Leute wie Daniela Katzenberger und Connie Reimann das oeffentliche Interesse wecken und beruehmt werden (und das meine ich gar nicht wertend oder gar negativ), dann sollte es doch bei Brigitte Riedel zu einer woechentlichen Dorfzeitungs-Kolumne reichen, oder?
Ich bleib auf jeden Fall dran. In diesem Sinne verabschiede ich mich und geh erst mal zum Friseur. Vielleicht nutzen ein paar neue Blonde Straehnchen, oder gar Extensions, oder ein bissi Silikon... ;-)

Dienstag, 18. Mai 2010

Emotional rollercoaster part II - aber steil bergab

5 Wochen "Nachtschicht" (also von 16.00 - 1.00 Uhr) liegen hinter mir und es ist Zeit, ein Resume zu ziehen.

Fangen wir mal mit dem Positiven an:

Marriott als Arbeitgeber ist top. Nicht umsonst die Nr. 14 unter den 50 besten in Kanada. Es wird unheimlich viel fuer die Mitarbeiter getan. Freizeitaktivitaeten, Bonus-systeme zum Ansporn, Benefits, Krankenversicherungen etc. Keine Frage. Die allgemeine Stimmung dort ist sehr gut. Ein angenehmes Betriebsklima.

Das wars auch schon in der 1. Kategorie. Mehr Postives faellt mir jetzt nicht ein.... gruebel....

OK, ich mach mal mit dem Negativen weiter.



  1. Mir fehlen meine Maedels. Oder wenigstens neue Maedels. Die gibt es dort zwar genuegend, aber man hat ja gar keine Zeit, auch nur ein Wort miteinander zu wechseln. Man hockt in seinem Kasten, Head-set auf dem Kopf und was ringsherum geschieht wird ausgeblendet. 8 Stunden lang. Die Pausen (2x 15min, 1 x 30min) reichen gerade zum Pipi machen und Kaffee holen. Keinerlei soziale Kontakte. Fuer mich nur schwer handle-bar.


  2. Es rufen einige sehr nette Leute an, aber ganz viele sind einfach nur frech und unverschaemt. Man sollte gar nicht meinen, wie unfreundlich man sein kann, wenn man doch eigentlich "Nur" ein Hotelzimmer buchen will. Aber ich denke, dass das wohl auch mit meiner Nachtschicht zu tun hat. Tagsueber und unter der Woche rufen viele Sekretaerinnen an und buchen fuer ihre Chefs. Diese Ladies sind freundlich und unkompliziert. Aber an den Wochenenden und ab 22 UHr sind nur noch Freaks in der Leitung.... stoehn....


  3. Keine Wochenenden fuer die naechsten Monate. OK, das wusste ich vorher. Aber trotzdem ist es doof. Vor allem, weil ja unser Eheleben ausschliesslich an den Wochenenden stattfindet. Heute (Dienstag) hab ich frei und bin alleine hier. mhmm.....


  4. Und hier kommt der letzte und eigentlich wichtigste negative Punkt an meinem Job: Die Nachtschicht. Haette ich niiiiiiiiieeeeeeee gedacht, dass es mir etwas ausmachen wuerde, bis 1.00 Uhr zu arbeiten, aber ich merke richtig, wie anstrengend das fuer meinen Koerper ist. Ab 23 Uhr tun mir meine Beine weh (obwohl ich ja sitze). Ich bin ca. 1.35 Uhr zu Hause, aber bis ich im Bett bin, ist es viertel nach 2, bis ich endlich schlafe ist es 3. Ich stelle extra keinen Wecker und muss mich dann um 11 UHr morgens aus dem Bett quaelen, also nach 8 Stunden Schlaf, und fuehle mich wie geraedert. Meistens wache ich mit Kopfweh auf. Scheinbar bin ich zu alt fuer solche Aktionen. Ich merke richtig, wie "ungesund" das fuer mich ist. Und estwas "Ungesundes" sollte ich wirklich nicht mit mir machen.

Naja, lange Rede, kurzer Sinn. Alles ist ja in Bewegung und entwickelt sich. So auch die Schichtplaene bei Marriott. Immer die neu Eingestellten haben zu Anfang diese Schicht und das aendert sich dann, wenn wieder Neue kommen. Nach mir werden noch 75 (!) weitere Personen eingestellt, also die Chancen, dass ich vielleicht bald etwas fueher arbeiten kann, sind gut. Vielleicht gegen Herbst. Bis dahin halte ich auf jeden Fall die AUgen offen, man weiss ja nie, was einem so begegnet. Auf jeden Fall moechte ich nicht wieder ohne ARbeit daheim rumhocken. Das deprimiert mich und ausserdem bin ich jetzt an den Pay-Scheck gewoehnt ;-)


Aber ich hab's ja nicht eilig. Schaun wir mal , was so kommt.


Noch eine kurze "Lucy-Storry" : Heute morgen gegen 8 wollte sie raus zum pieseln. Kein Problem. Sie macht das ja alleine, ich steh nur an der Tuer und warte, dass sie wieder rein kommt. IN letzter Zeit hat sie immer gerne so vergammeltes Gras gefressen und ich hab so im Halbschlaf wahrgenommen, dass sie wieder sowas im Maul hat. Als ich sie rief kam sie angesprintet. Direkt an der Tuer hab ich sie mir gegriffen und bin mit meinem Zeigefinger in ihr Maul und siehe da.... was da raus kam war nicht gruen sondern braun und bewegte sich. Na Danke. Maus am Morgen - Kummer und Sorgen. Bestimmte Funktionen in meinem Koerper liegen ausserhalb meines Einflussbereichs, so auch Stimmbaender und Sprunggelenk, wenn vom Auge die Nachricht "Maus in Sicht" kommt. Nicht dass ich Angst haette. Aber ich muss dann immer kreischen und huepfen. Sorry. Kreischend und huepfend hab ich dann das wohl schon sehr schwer verletzte Maeuschen entsorgt. Was fuer ein Tag, der so anfaengt... Jetzt geh ich Waesche aufhaengen. Ciao.

Mittwoch, 5. Mai 2010

Alles OK!

Hallo Ihr Lieben! Danke der vielen Nachfragen, es geht mir wieder gut. Zum Glueck. War wohl einfach alles ein bissi viel. Irgendwie war mir nicht ganz klar, dass ich ja dennoch einen 9-Stunden-Full-time-Job habe, auch wenn ich den Morgen und den fruehen Nachmittag frei habe. Ooooohkeeeeeey, das hab ich jetzt kapiert und werde mal einen Gang zurueck schalten :-)
Am Wochenende, waehrend ich gearbeitet habe (hihi) hat Andreas zusammen mit Marco ein Blumenbeet an der einen Seite unseres Haeuschens angelegt. Mit dicken Eisenbahnschwellen abgegrenzt, ueber die komplette Laenge, das sieht schoen aus. Montag hatte ich ja dann frei und so haben wir ein Gaertnerei leer gekauft (zumindest hat das meine Bank-Karte so empfunden) und dem Projekt "Leben" eingehaucht. Nun muss es nur noch spriessen und gedeihen.
Was sehr gut gediehen ist, sind die Sticke an meinen Armen und Beinen die ich mir bei dieser Aktion eingehandelt habe. Ich bin ja eigentlich gegen sonst nichts allergisch, aber diese "Bug-Bites" hier, die killen mich fast. Huehnerei-dicke Schwellungen, u.a. an meinem linken Arm, der ja eigentlich von sowas verschont werden sollte. Aber wie soll ich das verhindern? Ein Aufkleber vielleicht? "Moskitos, bitte andere Koerperseite benutzen" Mhm.....
Heute hab ich wieder im Garten herumgewurschtelt und hab mir vorsichtshalber mal was langaermliges angezogen.
Am naechsten Montag hab ich schon wieder mal einen Arzttermin. Ich hab mir doch vor ca. 3 Wochen den kleinen Finger verletzt. Das dicke deformierte Ding ist natuerlich beim Blutdruck-Check meinem uebereifrigen jugendlichen Hausarzt aufgefallen und prompt schickt der mich zum Chirurgen. Angeblich sei die Strecksehne gespalten (Uaaahhhh...bbbrrrrr), deshalb werden die Fingerglieder nach hinten gezogen und der Kleine hat nun einen Zick-Zack Form. Das koenne man nur mit einer OP beheben, die ich aber sicher nicht machen lassen werde. Ich hab keine Bereitschaft dazu, mir an der Hand herumschneiden zu lassen. Aber Rhonda meint, ich solle mir wenigstens mal anhoeren, was der andere Arzt dazu meint. OK, dann geh ich da am Montag halt mal hin. Schaun wir mal, gell!?

Donnerstag, 29. April 2010

Die Kehrseite der Medallie

Der Morgen begann hektisch. Ich bin ziemlich spaet von der Arbeit heim gekommen und weil ich die Schicht mit einer Kollegin getauscht hatte musste ich um 9.00 Uhr schon wieder aufstehen. Ich hatte mich auf einen Kaffee vor der Arbeit mit meinem Bruder Michael und meiner Schwaegerin Marion verabredet und wollte vorher noch ein paar Sachen fuer meinen Zweitjob bei Frau Dr. Schulz erledigen. Scheinbar reichen mir 6 Stunden Schlaf nicht, denn ich bin schon mit Kopfweh aufgewacht. Eilig hab ich mich fertig gemacht und hab noch schnell 2 Aspirin genommen. Gefruehstueckt hatte ich noch nicht. Das wollte ich mit Michael und Marion machen.
Auf dem Weg in die Stadt bemerkte ich verdaechte Sehstoerungen und auf der Post war klar: ein Migraeneanfall. Schnell zum naechsten Supermarkt, ein paar Flaschen Wasser geholt, meine guten (und starken) deutschen Migraene Aspirin aufgeloest und weg damit.
Erst als sie unten waren, fiel mir ein, dass ich ja schon 2 Aspirin hatte, vor nichtmal 30 Minuten! Und sonst, bis auf mein Blutdruckmedikament, nix im Magen. Oh...
Ich fuhr also (halb blind durch die sch... Sehstoerungen) zu TIM HORTONS. Marion und MIchael waren schon da und ich ass ein Sandwich und ein Stueckchen. Dann wurde mir schlecht.
Schweissausbruch, Uebelkeit, Zittern, Kopfweh. Scheisse. In einer Stunde fing meine Schicht an.
Ich verabschiedete mich von meinen Leuten und fuhr die 500m zu meiner Arbeit, stellte mich auf den Parkplatz, machte den Sitz zurueck und versuchte, 20 min. zu entspannen und wieder zu mir zu kommen. Aber anstatt besser, wurde es schlimmer. So schlimm, dass ich Angst bekam, was bei mir selten (oder eigentlich gar nicht) vorkommt. Ich hab echt ueberlegt, was ich jetzt machen soll.
Als erstes musste ich Bescheid sagen, dass ich nicht Arbeiten kann. Also bin ich rein gegangen und hab mich krank gemeldet. Scheinbar sah ich aus wie der Tod, denn der Supervisor on duty schaute mich sehr besorgt an und schickte mich wieder heim.
Aber ich konnte nicht Autofahren. Das war unmoeglich. Ich hab kaum Luft bekommen, mir war spei uebel und mein Kopf hat wahnsinnig weg getan.
Also hab ich mein Handy rausgekramt und Marion angerufen. Zum Glueck waren die beiden noch in meiner Naehe und kurze Zeit drauf bei mir. Michael fuhr mich mit meinem Auto heim, Marion mit deren Auto hinterher. GOTTSEIDANK.
Zu Hause angekommen wollte ich nur ins Bett. Nachdem ich ca. 3 Stunden geschlafen hatte, erwachte ich in relativ gutem Zustand. Noch etwas "wattig" im Kopf, aber kein Vergleich zum Mittag.
Ich hab den ganzen Tag doesend im Bett verbracht und mich gegen Abend dazu gezwungen, etwas zu Essen, damit ich mich im Fall von wiederkehrender Migraene nicht wieder vergifte ;-)
Soweit geht es mir gut jetzt. Ich denke, dass ich morgen wieder fit bin.
Aber zum 2. mal in meiner Zeit hier in Kanada stelle ich fest, dass das Alleinsein so lange OK ist, solange alles klar ist.
Wenn aber mal was ist, so wie heute, da fuehl ich mich schon ganz schoen einsam... =-(
Aber Morgen ist alles wieder gut.

Samstag, 17. April 2010

Ich habs geschafft, YEAH!

Die erste kurze Schicht live am Telefon ist geschafft und es war gut. Nein...: ICH war gut. Und ich bin so stolz auf mich!
Sorry, das muss ich jetzt einfach mal so sagen.
Die ganze Sache war so schwer fuer mich und am Anfang fand ich den Gendanken daran undenkbar. Und nun geht es. Und es ging echt gut :-) Freue mich auf Montag, wenn ich wieder hin darf.
In der Zwischenzeit geniesse ich mein letztes freies Wochenende.

Donnerstag, 15. April 2010

Emotional rollercoster

Hallo Ihr Lieben, da bin ich wieder.
Aufgetaucht aus einem tiefen See von Stress, Unsicherheit, Angst und dann doch wieder Erfolgserlebnissen. Die letzten 3 Wochen waren sehr antrengend. Job- oder Schulmaessig das schwerste in meinem Leben.
Am 28.03 um21.30 Uhr kam Mario am Flughafen Fredericton an, am 29.03. um 9.00 Uhr begann mein Job-Training im Marriot Worldwide Reservation Center.
Der 1. Tag war zur Orientierung und ich hab mich noch ganz gut gefuehlt. Marriott ist ein toller Arbeitgeber und behandelt seine Mitarbeiter vorbildlich. Es gibt super viele Vorteile dort.
Aber ab dem 2. Tag ging es richtig los. Wir mussten unheimlich viel lesen, was mich total angestrengt hat, da es
1. auf einem alten Flimmerbildschirm war und
2. auf ENGLISCH!!
Nicht, dass ich nichts Englisches lesen koennte, aber es dauert halt laenger. Und wie ich dachte: SEHR VIEL LAENGER. Das Erlesene war ja auch nicht ganz einfach, sondern hat u.a. ein relativ kompliziertes Buchungsprogramm erklaert. Zwischen den einzelnen Kapiteln gab es Tests im PC und nach jedem 5. Kapitel einen Performance-Test,schriftlich,der wurde eingesammelt und bewertet. Insgesamt 5 an der Zahl. Angeblich konnte niemand durchfallen, es sei nur zur Orientierung, wer was kann, aber ich war voellig unter Druck. Waehrend die anderen (insgesammt waren wir 22 Personen allen Altersklassen) schon den ersten Performance-Test schrieben,war ich noch lange nicht mit lesen fertig. Irgendwann kam ich dann auch mal beim Test an und als ich ihn am naechsten Tag zurueck bekam, hatte ich 89%. 85% waren noetig um ihn zu bestehen, also doch!!
OK, gerade so geschafft. Am naechsten Tag der naechste Test und zwischendurch hab ich mich immer wieder gefragt, "Was machst DU hier eigentlich?" Am 3. Tag war ich mit den Nerven fertig und wollte aufgeben. Als ich zu Sarah, der Trainerin ging, um ihr meine Problem zu schildern, meinte sie nur "Wovon sprichst Du? Du hast im Test Nr. 2 99%..."
Sie meinte, ich wuerde alles besser machen, als mancher englisch sprechende, was sicher nicht stimmte, mir aber in diesem Moment guttat.
Von da an ging es etwas bergauf. Ich fand heraus, dass ich die Kapitel online auch daheim lesen kann und bin dann morgens immer eine Stunde eher aufgestanden und hab schon mal "vorgelesen". Das war sehr hilfreich.
(Spaeter hab ich dann festgestellt, dass ich mich und meine Kollegen voellig falsch eingeschaetzt hatte, denn noch diese Woch Montag waren manche am Lesen, ich lese schon seit einer Woche nicht mehr. Also Druck von mir ganz alleine. Danke Brigitte.)
In der 2. Woche ging es jeden Nachmittag auf den "Sales-Floor", der Bereich mit den Telefonen. Wir hatten jeweils einen 2. Stecker und durften mithoeren.
"Ach DU liebe Zeit!" Nicht dass ich mir nicht nur nicht zugetraut haette, das alles auf Englisch zu machen, NEIN, ich verstand auch nix!! Die ueberwiegende Menge der Anrufer kommt aus USA und Canada. Besonders die Amis haben ein Pfund Kaugummi im Mund, sind irgendwo mit dem Handy unterwegs, haben es eilig und nuscheln.... Das kann ich nicht!!
Aber ich wollte doch so gerne diesen Job haben. Also hab ich mir gedacht, egal, DU machst das jetzt solange, bis sie dich rauswerfen. Immerhin wurde selbst das Training gut bezahlt...
Waehrend all diesem Stress, entschied sich mein jugendlicher Hausarzt dazu, meine Blutdruckmedikamente auszutauschen, da er eines davon verdaechtigte, fuer meinen Husten verantwortlich zu sein.
Ich nehme diese Kombination meiner Medikamente seit ueber 10 Jahren, Ihr koennt Euch sicher vorstellen, was eine Umstellung mit meinem Koerper gemacht hat. Blutdruck rauf, Puls rauf. Alle 2-3 Tage vor der Arbeit zum Arzt, immer wieder hoehere Dosis und an einem Tag schickte er mich zum Notfall EKG, weil er der Meinung war, dass mein Puls zu schnell und unregelmaessig waere und er wollte keinen Herzinfakt riskieren (Das waren seine Worte!). EKG war aber in Ordnung, ich war 2 Stunden zu spaet im Training.
Nun muss ich heute im Krankenhaus Gefaesse mit einer Substanz abholen, in denen ich fuer 2x 24 Stunden meinen Urin sammeln muss, fuer einen bestimmten Test der Nieren, den ein Internist angeordnet hat. Da mein Blutdruck so schwer zu kontrollieren ist, hat mein Doktorchen den Fachkollegen hinzugezogen. Na immerhin kennt er seine Grenzen :-)
Nun werde ich also meine freien Tage mit Pipi-Sammeln verbringen.
Wie gesagt, waehrend all dem war mein Mario da, der natuerlich ein paar super langweilige Tage hat. Sorry mein Sohn! Ich weiss, sehr sehr schlechtes Timing.
Immerhin konnten wir die Familienfotos machen lassen, naja und Andres und Marco waren ja auch noch da.
In der vergangen Woche waren wir dann sehr oft auf dem Sales-Floor und ich habe der erfahrenen Kollegin, der ich zuhoeren durfte alles in den PC eingegeben und sie hat gesprochen. Das hat schon etwas geholfen. Meine groesste Angst ist das Sprechen. Ich glaube, das ist Lampenfieber, denn die Canadier machen sich genauso ins Hemd.
Montag dann meine ersten beiden Anrufe, die ich selbst entgegen genommen hatte.
Nr. 1 war sehr muerrisch und wollte unbedingt eine Zimmerausstattung, die ich nicht anbieten konnte und fragte mich dann barsch, wo ich denn ueberhaupt sei. Ich denke, er hat wegen meinem deutschen Akzent geglaubt, er habe in Deutschland angerufen (hihi...).
Nr. 2 war total sauer, er habe die schlimmste Erfahrung seines Lebens in einem Marriott Hotel gemacht und wollte sich in einem persoenlichen Brief an Mr. Bill Marriott beschweren. Ich sollte ihm die Adresse geben. Konnte ich auch, nachdem sich das Zittern in meinen Haenden etwas gelegt hatte.... Danach hab ich erst mal wieder abgegeben.
Am Gestern war das Training offiziell zu Ende. Wir bekamen Lunch, es wurde eine richtige Feier gemacht, mit Zertifikat und Gratulation, alle wurden ihren jeweiligen Supervisoren vorgestellt, mit denen wir dann zusammen gegessen haben um uns kennenzulernen, also wieder alles ganz ganz toll und again: Ich wuerde das wirklich sehr sehr gerne machen... Der Job waere super, wenn ich es koennte. Wir werden sehn.
Heute hab ich frei (uffff......) und am Freitag muss ich das erste mal fuer 5 Stunden alleine ans Telefon, aber ich habe einen Mentor bei mir, Melissa. Sie hoert zu, macht nix anderes, ist nur bei mir und hilft mir wenn noetig. Also wenn ich in Ohnmacht falle, dann uebernimmt sie....
Sa. und So. habe ich wieder frei (das letzte freie Wochenende fuer laenger) und Montag dann nochmal eine 5 Stunden Mentor-Schicht. Wenn sie mich danach noch wollen, hab ich dann schon wieder frei, Di. und Mi. (Pipi-Sammeltage) und am Donnerstag geht dann das normale Leben los, 16.00 - 1.00 UHr, Montag/Dienstag frei. Das waere meine Arbeitszeit fuer die naechsten Monate, wenn.....
....ich es auf die Reihe bekomme. Wuenscht mir Glueck. Ich hab ganz schoen die Hosen voll...

Donnerstag, 25. März 2010

The perfect way of shopping :-)

Am Montag geht der neue Job los und ich hab nix im Schrank.
Also nichts, was gleichmaessiges atmen im Sitzen toleriert oder mein Gegenueber nicht in Panik geraten laesst, mit einem Knopf abgeschossen zu werden.
Da hat sich wohl das ein oder andere Pfund dazugeschmuggelt.... mhm. Ist mir im TickleStick-Kittel gar nicht so aufgefallen...
Aber ich lebe ja im Land der Rubensfrauen und deshalb gibt es hier entsprechende Einkaufsmoeglichkeiten. Denn shoppen soll ja Spass machen. Wer ab Groesse 42 moechte schon von einer Verkaeuferin in Groess 34 mit hochgezogenen Augenbrauen sein Ein-Mann-Zelt in die Kabine gereicht bekommen? ALSO ICH NICHT!
Deshalb habe ich die sogenannten Uebergroessen-Laeden zu meinen Favoriten ernannt.
Aufgrund der offensichtlich hohen Nachfrage sind diese Laeden hier ziemlich weit verbreitet und haben ein modernes und chickes Sortiment.
Die Verkaeuferinen sind sehr nett und hilfesbereit UND IMMER MINDESTENS 2 KLEIDERGROESSEN SCHWERER ALS ICH.
Niemand in diesem Laden ist schlanker als ich, mit anderen Worten: ICH BIN HIER DIE DUENNSTE!
Egal, was ich anprobiere, MIR PASST IMMER DIE KLEINSTE GROESSE. Falls mal doch nicht, dann nur, weil mir das Teil zu gross ist (hihi).
Die Umkleidekabinen sind sehr geraeumig und haben einen von diesen Spiegeln, in denen man immer schoen schlank aussieht.
Ausserdem gibt es immer sehr gute Angebote. Heute z.B. hiess es
"Save 25$ today and 40$ next time".
D.h. bei einem Einkauf von ueber 100$ bekommt man 25$ abgezogen und einen Gutschein, wenn man innerhalb von 6 Wochen wieder kommt, ziehen sie beim naechsten Einkauf ueber 100$ dann 40$ ab. Ich fand 4 Teile und hab 88$ bezahlt.
SO macht shoppen Spass, auch als kleines Nilpferd ;-)

Mittwoch, 17. März 2010

Das naechste Kapitel

Seit 6 Wochen bin ich jetzt zu Hause. Am Anfang fand ich das ganz schoen, mal ausschlafen, mich intensiv mit meinem Hund beschaeftigen, tun und lassen, was ich will. Denn: Ich bin ja die ganze Woche absolut alleine hier. Und genau da liegt das Problem: Ich vereinsame. Mir fehlen meine Kolleginnen.

Und wenn man sich wuenscht, bei den "Golden Girls" einziehen zu koennen, dann ist es definitiv Zeit, sich um einen neuen Job zu bemuehen. Gesagt getan.

Kurz bevor wir nach New York gefahren sind, fand ich in der Samstagszeitung eine grosse Stellenanzeige vom Marriott Hotel Reservierungs Center. Sie suchten jemanden fuers weltweite Callcenter, die Anzeige las sich interessant, aber fuer das englisch sprachige Callcenter des Marriott Hotels hatte ich mein Englisch als nicht gut genug eingeschaetzt.


Trotzdem hab ich, mehr aus Neugierde die Homepage aufgemacht und um sich online bewerben zu koennen, musste man einen Account anlagen. Auch dass hab ich getan, allerdings bin ich nicht sehr weit gekommen. Ausser meiner Adresse und ein paar wenige Daten aus meinem Lebenslauf konnte ich nichts mehr eingeben, denn wir bekamen Besuch und spaeter hab ich das Ganze einfach vergessen. Dann kam die Woche in New York und als ich wieder zu Hause war, erhielt ich eine Email vom Marriott, dass ich doch bitte meine Bewerbung abschliessen soll. Ups.

"OK" dachte ich, "das kann ja nicht schaden".


Also hab ich alles eingetippt und als ich dachte ich sei fertig, durfte ich ploetzlich eine von mir bevorzugte Sprache auswaehlen und es startete ein Eignungstest, fuer den ich 90 Minuten (!) Zeit haben sollte. Ein voellig unguenstiger Zeitpunkt fuer so etwas, also hab ich das ziemlich schnell alles durchgeklickt und dann endlich die Bewerbung abgeschlossen.

Ich habe mir keinerlei Chancen ausgerechnet.


Am naechsten Tag erhielt ich einen Anruf mit Einladung zum Vorstellungsgespraech.

Vergangenen Freitag war ich dann dort. 23 Minuten bin ich gefahren. Jede Menge Parkplaetze direkt vor der Tuer, Supermarkt und einige andere von mir frequentierte Laeden direkt nebenan. Also die aeusseren Umstaende schon mal gut.

Gleich zu Beginn des Gespraechs wurde ich von Leigh-Anne, die das Interview fuehrte gefragt, ob ich ein Problem damit haette, dass ich in der Trainingsphase, die einige Monate dauern kann, die Spaetschicht arbeiten kann, also von 16 - 1 Uhr morgens, von Mittwoch bis Sonntag, Montag und Dienstag frei. Damit hab ich kein Problem, denn ich bin sowieso eher nachtaktiv und Andreas kann sein "Wochenende" auch Montag/Dienstag machen. So bleibt mir tagsueber genug Zeit, auszuschlafen (Yeah!), mich mit dem Hund zu beschaeftigen, Garten, Shopping, Maedels, Termine und und und. Also fuer mich ist das erst mal ok.

Ich erfuhr einiges ueber den Job und ueber Marriot, z.B. dass sie unter den 50 besten Arbeitgebern in Kanada die Nummer 14 sind, was sich auch am Gehalt und den Zusatzleistungen bemerkbar macht. Alles hoerte sich super an.

Dann wurde ich ueber alles Moegliche befragt unter anderem auch, ob es Zeiten gaebe, also gebuchter Urlaub oder so, an denen ich nicht arbeiten kann. Ich war super happy, dass meine 2 Wochen Urlaub mit Kathi im Juni kein Problem darstellen. Nach einer Stunde wurde ich wieder entlassen. Leigh-Anne versprach, dass ich am Dienstag entweder eine Mail mit einer Absage oder einen Anruf mit einem Job-Offer bekommen wuerde.

Das ganze Wochenede habe ich meine armen Mitmenschen verrueckt gemacht, vor allem, weil ich nach wie vor der Meinung war, dass mein Englisch nicht gut genug ist, aber doch den Job gerne haben wollte. Rhonda hat mir ungefaehr 100 mal bestaetigt dass das Quatsch sei.

Offensichtlich haette sie recht:

Dienstag abend um halb sechs kam der Anruf mit dem Job-Offer. Yippieh!

Morgen treffe ich Leigh-Anne um den Vertrag zu unterschreiben und am 29.03.2010 geht es los. Ich freu' mich drauf :-)

Freitag, 12. März 2010

Fruehling??

Wie merkt man, wenn es in Kanada Fruehling wird?
  • Beim Baumarkt stehen nicht mehr die Snowblower sondern die Rasenmaehertrucks vor der Tuere.
  • Im Radio gibt es einen "Pott-hole" -Foto-Wettbewerb. Wer findet das groesste Loch in der Strasse (was nicht sehr schwer sein kann...?!)
  • Die ersten nackten Beine und die erste Flip-Flops sind zu sehen.

Ausserdem strahlt die Sonne mit dem super riesen grossen blauen Himmel um die Wette und in der Sonne waren es schon fast 17 Grad. Herrlich!!

Mittwoch, 10. März 2010

The Ticklestick Factory Inc.

Nun schau ich mir schon eine Viertelstunde die Ueberschrift an, denn irgendwie weiss ich gar nicht, wie ich anfangen soll.
Der Schock oder besser das Unverstaendnis ueber das, was gesehen ist, macht mich stumm. Irgendwie sprachlos. Also, fange ich einmal von vorne an:
4 Montae nachdem ich in Kanada "gelandet" bin, fing in der Ticklestick Factory zu arbeiten an. Was fuer andere Gummibaerchen auf einen Spiess stecken ist, war fuer mich mein ganz persoenlicher Kanada-Support. Ich sass zusammen mit 5 Frauen an einem Tisch und waehrend wird die Gummitiere quaelten, unterhielten wir uns, lachten, sangen und und und. Dass ganze von 9 bis 13 Uhr, fuer zuerst 8, dann 9 und letztlich 10 Dollar die Stunde (Mindestlohn zu der Zeit war hier 7,50$).
Die Zeit verging wie im Flug, der Job war nix Besonderes, aber hat Spass gemacht. Und was immer ich wissen wollte, bekam ich hier erzaehlt. Tipps zu allen Lebenslagen in meinem neuen Leben. Unsere Chefin Sue-Anne behandelte uns eher wie eine Freundin und war immer zu Spaessen aufgelegt. Wir trafen uns abends zum "Stichen-Bitch" (gemeinsames Alibi-Handarbeiten mit Snacks und Drinks) und fuhren zum Shoppen in die USA. Alles sehr sehr lustig. Einziger Haken: Das Gummitierspiess-Geschaeft lief nicht besonders gut und so kam es, dass wir immer wieder mal einen Tag ohne Arbeit (und somit auch ohne Geld) waren. Anfang November 2008 schloss die Ticklestick Factoy dann fuer die jaehrliche Winterpause, die aber in den Jahren zuvor immer erst Mitte Dezember anfing und Anfang Januar beendet war. In diesem Jahr war es wesentlich frueher und als Ende Januar immer noch keine Arbeit in Sicht war, suchte ich mir einen neuen Job. Das ging Ruck Zuck, in der Flughafen Snackbar konnte ich sofort anfangen. 8.75 $ die Stunde, Vollzeit, Schichtdienst bis 22 Uhr. Nicht gerade Traumbedingungen, aber wir hatten zu der Zeit soviele Ausgaben, dass mir das egal war, ich wollte die Kohle. (Ich war jung und braucht das Geld.... aehmm)
Die Kolleginnen dort waren super nett und bis auf die Tatsache, dass es zwischen den Fluegen langweilig war (in Fredericton landet nur alle paar Stunden ein Flieger) habe ich mich dort wohl gefuehlt.
Ich war ca. 3 Wochen dort, da kam der Anruf aus der TSF, die Produktion ging weiter. Leider ohne mich, denn nun hatte ich am Airport angefangen und wollte erst mal mein mittlerweile sehr geschruftes Sparbuch etwas fuettern. Mit einem 4 Stunden-10 Dollar-Job ging das nicht so gut.
Etwa eine Woche spaeter rief mich Sue-Anne an. Sie bot mir an, vormittags am Produktionstisch wie gehabt zu arbeiten und nachmittags im Buero. So dass ich, je nach Arbeitsaufkommen auf 6-8 Stunden am Tag kaeme. Yippieh! Das war natuerlich ein Klasse-Angebot, welches ich gerne annahm.
Anfang April kehrte ich also zurueck und war happy, denn die TSF war noch dazu nur um die Ecke von unserer Wohnung.
Die Einarbeitung im Buero lief sehr sehr traege an. Sue-Anne hatte leider nur sehr wenig Zeit. In den Computer wurde ich in 2 Stunden von Sue-Anne's Schwester Nancy eingewiesen und eigentlich war es das. Man vertroestete mich immer auf die naechste Woche. In der Zwischenzeit sollte ich Rhonda helfen, die als Produktion-Supervisor nachmittags die Sticks verpackt hat und vorbereitende Arbeiten erledigte. Da war genug zu tun und im Prinzip war mir egal, was ich machte. Hauptsache ich machte etwas und das Umfeld stimmt.
Das private Verhaeltnis zu Sue-Anne vertiefte sich in dieser Zeit, wir machten u.a. gemeinsam Sport und planten unseren Deutschland Urlaub im September.
Anfang Mai erkrankte Sue-Anne. Kein Mensch sagte uns, was los ist oder wie es weiter gehen soll. Sie war einfach weg und fuer uns nicht mehr erreichbar. Von Ihren Kindern erfuhren wir nur, dass sie sehr krank ist. Mehr nicht. Was tun?
Rhonda und ich entschieden uns fuer "Business as usual" und machten einfach mal so weiter wie bisher. Das Problem war nur, dass ich im Buero von Tuten und Blasen keine Ahnung hatte. Ich wusste nicht mal, wie man die Mailbox abhoert, ganz zu schweigen von Lieferscheinen, Rechnungen, Versand und so weiter. Naja, lange Rede, kurzer Sinn: Ich fand es heraus. Learning by doing und im Prinzip ist es nicht viel anders als in Deutschland. Es funktionierte und so konnten wir produzieren, Auftraege entgegennehmen und Ware ausliefern.
Ca. 2 Wochen nach Sue-Annes Verschwinden bekamen wir eine Email von Ehemann Joe, in der er uns mittteilte, dass Sue-Anne einen kindskopfgrossen (zum Glueck gutartigen) Tumor im Bauch gehabt hatte. Dieser wurde entfernt und dabei wurde eine akute Leukaemie festgestellt. Sue-Anne sei nun in Saint John (120km entfernt) in der Klinik zur Chemo.
Nun wusste wir wenigstens mal, was eigentlich los ist und vor allem, dass sie so schnell nicht wiederkommen wird.
In der TSF lief alles soweit ganz gut, Rhonda kuemmerte sich um die Produktion und ich um die Administration. Die Maedels am Tisch waren toll. Wir zogen alle am selben Strang, alle wollten nur eins: Sue-Anne's Baby, die TickleStick Factory erhalten. Fuer sie. Fuer Sue-Anne.
Aber leider war ich finanziell nicht handlungsfaehig. Ich musste Lieferanten und Transporteure bezahlen, hatte aber keine Kontenvollmacht oder Schecks. Ja und die Payschecks mussten auch geschrieben werden. Joe war leider nur sehr bedingt erreichbar und immer wenn Rhonda oder ich ihn am Telefon hatten, bekamen wir das Gefuehl, dass wir stoeren oder so.
Nun gut, er kam dann 1x die Woche und unterzeichnete die von mir vorbereiteten Schecks und so konnten wir das alles ganz gut fortsetzen. Spaeter ueberlies mir Sue-Anne ein Scheckbuch mit blanko unterzeichneten Schecks, sowie ihre Bankkarte samt PIN. Das vereinfachte die Sache ganz erheblich.
Unsere Produktions lief gut, wir hatten super Zahlen. Der Verkauf lief auch gut, ein paar Werbemassnahmen griffen und so bekamen wir neue Kunden, u.a. eine Buchhandels und DVD Kette aus Quebec, denen wir 15 (!) Laeden einrichten durften.
Eine Menge arbeit, die Rhonda und mir aber sehr viel Spass machte. Unsere vielen Ueberstunden haben wir nicht aufgeschrieben.
Im Juli dann endlich der erste Anruf von Sue-Anne in der TSF. Ihr erster Satz war :
"Na, wie fuehlt man sich als Chef...?"
Sie sagte es in einem spassigen Ton und auch wenn es mich nachdenklich machte, tat ich es als merkwuerdigen Witz ab.
Es ging ihr soweit ganz gut, aber die Haare waren natuerlich futsch und sie wuerde auch noch eine Weile weg sein. "Na gut. Machen wir also weiter".
Kurze Zeit drauf dann der Schock: Rhonda bekam Lymphdruesenkrebs diagnostiziert.
Auch sie musste sich einer Chemotherapie unterziehen, alle 3 Wochen, ambulant im Krankenhaus in Fredericton.
Aber auch das haben wir in den Griff bekommen. Die Maedels waren sofort bereit, einige Aufgaben von Rhonda mit zu uebernehmen und so haben wir die Situation gemeinsam bewaeltigt. Alle 3 Wochen war die TSF fuer einen Tag zu, dann bin ich mit Rhonda zur Chemo und nachdem ich sie heim gebracht habe, bin ich in die TSF und habe den naechsten Tag vorbereitet. Rhonda war dann fuer 3-4 Tage (mit schlechtem Gewissen) zu Hause, war dann aber wieder voll im Einsatz, bis zur naechsten Ladung Chemo.
Es war hart, aber es lief. Unsere Produktions- und Umsatzzahlen waren super.
Mitte September musste ich dann die geplante Deutschlandreise antreten, die mir ja auch viel Spass gemacht hat, vor allem, weil ich Euch alle wiedersehen durfte, aber es war schlimm fuer mich, die TSF und vor allem Rhonda, die just zu meiner Abreise mit zu niedrigen Blutwerten im Krankenhaus lag, alleine zu lassen.
Eine ganze Woche war zu (was gut so war, denn auch die Maedels brauchten eine Pause), dann war Rhonda wieder da und es ging weiter.
Mittlerweile war Sue-Anne aus Saint John wieder zu Hause. Sehr schwach, aber sie hatte die Chemo hinter sich. Wir hatten ein paarmal Kontakt zu ihr, aber die Familie hat sie regelrecht abgeschottet. Ende September musste sie dann nach Halifax zur Knochenmarkstransplantation, es hiess, wenn sie Glueck habe, sei sie Weihnachten wieder daheim.
Aus Deutschland hab ich mir meinem Husten mitgebracht und die ersten Tage war ich echt richtig krank. Dann ging es wieder und alles lief wie gewollt.
Im November haben wir dann, auf Wunsch von Sue-Annes Vater, dem das Haus in dem die TSF war gehoert, den kompletten Umzug der Firma in Sue-Annes Haus organisiert und erledigt. Das war schon ca. 2 Jahre geplant und wurde immer wieder vershcoben. Nun sollte es eine Ueberraschung fuer sie sein, wenn sie heim kam.
Ich moechte gar nicht mehr an diese Buckelei denken. Rhonda immer noch unter Chemo und ich mit Keuchhusten... Horror bis tief in die Nacht.
Aber in nicht einmal einer Woche konnten wir die Produktion wieder aufnehmen. Wir haben uns total gefreut, die Firma nun in unmittelbarer Naehe von Sue-Anne zu haben. Wenn sie dann daheim ist, waere sie nicht alleine im Haus, koennte immer schaun, was so los ist und kann langsam anfangen zu arbeiten, wenn sie moechte, oder auch nicht.
Viel frueher als erwartet war sie dann auch wieder da. Anfang Dezember. Sehr schwach und von der eigentlichen Ueberraschung als sie heim kam, haben wir leider nichts mitbekommen, denn sie kam an einem Freitag abend. Bis Montag war alles verpufft. Ein zwei Worte, das war's.
Sie benahm sich komisch, was wir auf ihren Gesundheitszustand zurueckfuehrten.
Ich schliesse ja gerne von mir auf andere, also ich haette jeden Tag mal den Kopf reingestreckt und wenigstens HALLO gesagt. Von Sue-Anne haben wir manchmal tagelang nichts gesehen. Ich musste durch ihr Treppenhaus um ins neue Buero zu gelangen, dabei sah ich sie lesend auf der Couch. Sie antwortete auf meinen Gruss, aber sonst nix. Sie zeigte Null Interesse an ihrer Firma, was wir auch auf den Zustand schoben.
In diesem Jahr hatten wir soviel zu tun, dass die sogenannte jaehrliche Winterpause quasi ausfiel. 2 Wochen um Weihnachten waren wir daheim. Dann ging es weiter.
Wir haben uns darueber sehr gefreut, war es doch eine Bestaetigung unserer Arbeit.
Anfang Januar bemerkten wir dann, dass Sue-Anne waehrend unserer Abwesenheit Veraenderungen vornahm, die alles durcheinander brachten. Im Buero und auch in der Produktion. Wir baten um ein Gespraech und erklaerten ihr, dass wir nur solange weitermachen, wie sie es wuenscht. Wir haben ihr klar gemacht, dass wir jederzeit bereit sind zurueckzutreten und das SIE der Boss ist. Gespraeche dieser Art fanden etwa 5x statt. Jedesmal versicherte sie uns, dass es noch zu frueh fuer sie sei und wir unsere Jobs weitermachen sollten. Sie wolle sich in Zukunft zurueckhalten.
Am naechsten Tag, war es dann jedesmal so, als haette nie ein Gespraech stattgefunden.
Wir alle haben uns immer wieder geargert. Es waren meistens nur kleine Dinge die sie durcheinander brachte, aber als sie meinen neuen grossen Kunden, der uns quasi ueber den Winter brachte, durch ungeschicktes und stures Gebahren vergraulte, konnte und wollte ich so nicht weitermachen.
Rhonda war zwar mit der Chemo, die sie sehr gut vertragen hatte, fertig, aber nun schwaechelte sie. Es ging ihr nicht mehr gut und mir auch nicht. Es war Zeit fuer eine Veraenderung.
Am 01.02.2010 traffen Rhonda und ich die Entscheidung, von unseren "Extra-Positionen" zurueckzutreten und nur noch am Produktionstisch von 9-13 Uhr zu arbeiten. Ohne Entscheidungsbefugnis, ohne Verantwortung. Wir teilten Sue-Anne unsere Entscheidung mit und sie schien erleichtert darueber, was ich nicht verstehen kann, denn wir haben ja von Anfang an gesagt, dass sie uns nur sagen muss, wenn sie wieder uebernehmen moechte...
2 Tage haben wir am Tisch gearbeitet. Dann wurde ich krank. 40 Grad Fieber, am Tag drauf erkrankten die Maedels und die TSF schloss.
Am uebernaechsten Montag erschienen wir wieder alle zur Arbeit. Ich hatte, wie in den bisherigen 5 Monaten auch, meinen nicht infektioesen Husten, aber mein grippaler Infekt war weg.
Sue-Anne erschien auf der Bildflaeche, herrschte mich an, ob ich noch husten wuerde, was ich bestaetigte. "Dann geh wieder heim, mit Husten kannst du hier nicht arbeiten".
Ach, jetzt geht das nicht mehr? 5 Monate lang ging es? Mein Husten ist nicht ansteckend und ich habe auch nichts mit unverpackten Lebensmitteln zu tun. Meine Position am Produktinstisch ist das verschliessen der eingepackten Sticks. Und ich huste da ja nicht rein...
Also bin ich wieder heim, schon mit dem Gedanken, dass ich wohl nicht mehr wieder kommen wuerde.
Von Rhonda und den Maedels bekam ich erzaehlt, wie unangehm es auf der Arbeit ist. Alles wird kontrolliert, man wird behandelt wie ein Kleinkind, beformundet, Kritik wird nicht offen ausgesprochen, sondern man findet am naechsten Morgen ein Nachricht auf einer Wandtafel.
Jeden Tag rief mich irgendeine von den Maedels an und hat mir weitere Horrorstorries erzaehlt.
Rhonda z.B. die als Supervisor bisher 11 $ die Stunde bekam, fand einen Zettel in ihrem Payscheckumschlag, dass am Produktionstisch 10 $ bezahlt wird und das sich das auf ihrem naechsten Payscheck reflektieren wird. Hallo? Denkt die Frau mal nach, was Rhonda fuer ihren Laden alles geleistet hat? Und wenn sie dann nicht mehr kann, wird sie bestraft?
Rhonda schweigt und nimmt es hin. Sie hat noch ettliche Arzttermine vor sich und braucht einen flexiblen Job. Bisher war er das immer. Deshalb will sie sich im Moment nichts anderes suchen.
Aber ich weiss genau, dass ich meinen Mund nicht immer halten kann. Aber so, wie Sue-Anne im Moment drauf ist, bin ich auf verlorener Position. Und wenn ich 10x recht haette, SIE ist der Boss. Deshalb habe ich am Sonntag, den 07.03.2010 offiziell per Email meinen einst so geliebten Job in der TickleStick Factory Inc. gekuendigt. Nie haette ich gedacht, dass es einmal dazu kommen wird.
Wir haben gestern zusammen gesessen und uns ueberlegt, wie das alles kam.
Wann ist die Stimmung so umgschlagen? Was haben wir falsch gemacht?
Hat es ihr nicht gefallen, dass wir erfolgreich waren ohne sie? Erfolgreicher als sie?
Hat man ihr vielleicht zusammen mit dem Knochenmark auch das Gehirn ausgetauscht?
Viele Fragen, keine Antwort.
Ich weiss nicht, ob ihr verstehen koennt, was ich (und auch Rhonda) empfinde. Manche Situationen der letzten Wochen kann man auch gar nicht so richtig beschreiben. Eisige Atmosphaere und Misstrauen lagen in der Luft...
Wir haben das Geschaeft gefuehrt, als ob es unser eigenes sei und haben alles dafuer getan, dass wir unserer vermeintlichen Freundin die Existenz erhalten koennen.
Es tut mir zwar sehr leid, aber andererseits beruhigt es mich auch wieder, dass Sue-Anne ganz offensichtlich mit allen und nicht nur mit mir ein Problem hat. Aber ich habe mir einst in Deutschland geschworen, dass ich NIE WIEDER in einem Umfeld arbeiten werden, in dem ich mich unwohl fuehle. Also habe ich die Konsequenzen gezogen.
Ich musste das jetzt mal im Detail loswerden und nun schliesse ich das Kapitel TSF und fange ein neues an.
Danke fuers Zuhoeren :-)

Dienstag, 9. März 2010

Imagine

Ja, hallo erst mal. Da bin ich wieder.



5 Tage New York City liegen hinter mir, wovon 2 Tage Hin- und Rueckreise waren. Aber egal. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt. Eine Stadt wie New York City habe ich noch nicht gesehen. Das war echt Klasse. Und entgegen meinen Erwartungen fand ich es total sauber und sicher. Das Wetter hat auch gepasst, nur ab und zu war es ein bissi kalt. Hab teilweise ganz schoen gefroren. Zum Dank huste ich jetzt wieder etwas mehr...


Besonders beeindruckt hat mich das Dakota Building.

Hier hat John Lennon gelebt (Yoko Ono wohnt hier immer noch) und vor diesem Haus wurde er vor fast 30 Jahren erschossen. 30 Jahre. Das muss man sich mal ueberlegen. Wie lange das schon her ist. Und trotzdem sind jeden Tag Touris vor dem Gebaeude und machen Fotos. Ich kann mich ganz genau erinnern, wo ich war, als ich von John Lennon's Tod erfahren habe. Es war der Morgen meines 14. Geburtstags. Ich hab im 1. Stock bei meiner Oma uebernachtet und als ich die Treppe runter kam, sagt mein Vater zu mir "Paul McCartney ist tot" (irgendwie hat er mich wohl schon immer gerne geschockt.) Meine Mutter aufgeregt hinter her "Nein, es war doch der Lennon...!".

Nun stand ich also an der Stelle, an der vor langer Zeit nicht Paul aber John aus dem Leben gerissen wurde. Komisches Gefuehl.

Ein paar Meter weiter, im Central Park, hat Witwe Ono zur Erinnerung an Ihren Mann ein Erdbeerfeld anlegen lassen (Strawberrie fields forever). Davor ist ein rundes Ornament im Boden eingelassen mit der Inschrift "IMAGINE".



Ich kann mich uebrigens bei verschiedene Ereignisse ziemlich gut erinnern, was ich gerade gemacht habe oder wo ich war, als ich davon erfahren habe, z.B. als Elvis starb, da war ich im Urlaub in Suedtirol. Und als Prinzessin Diana verunglueckte erfuhr ich davon in Daenemark. An die Tage von 9/11 und den Tsunami in Thailand kann ich mich ebenfalls genau erinnern, was ich gerade gemacht habe, als ich davon erfuhr.


9/11. Ground Zero. Da waren wir natuerlich auch. Zu sehen war dort nichts. Nur eine Baustelle mit Bauzaun drum herum. Sie bauen gerade neue Gebaeude und eine Gedenkstaette. In unmittelbarer Naehe war eine Art Museum. Das war sehr interessant und ergreifend. Aber ich wollte in dem Moment gefuehlsmaessig gar nicht so tief einsteigen, denn mir kamen schon beim ersten Video, was dort gezeigt wurde die Traenen. Eine Frau berichtete, dass sie von ihrem Mann nach dem Crash per Handy angerufen wurde. Er arbeitete in einem der Gebaeude. Es ginge ihm gut und er teilte seiner Frau mit, dass das Gebaeude evakuiert werde und er sich nun auf den Weg nach unten machen wollte. Sie war sehr erleichtert. Dann stuerzte das Gebaeude ein...


Einen Notfall hatten wir auch. Unser Freund Bill hatte in der 3. Nacht solche schlimmen Schmerzen, dass Andreas ihn ins naechste Krankenhaus gefahren hat. Ein Abenteuer, mitten in der Nacht in New York City... Dort haben sie einen Nierenstein diagnostiziert und Bill die entsprechenden Medikamente verordnet. Alleine fuer die Apotheke 140 US $. Die Rechnung fuer die Untersuchung (CT, Arzt, etc.) wird nach Hause geschickt. Wie machen die Amis das? Wir hier in Kanada sind versichert, auch wenn wir reisen. Aber in den USA gibt es keine "medicare" also gesetzliche Krankenversicherung. Da kann man sich nur freiwillig versichern und soweit ich weiss, haben das die Wenigsten. Also wenn man eine ernste Erkrankung hat, braucht man sich um die Heilung keine Gedanken machen, man haengt sich am besten direkt auf. Oder?

Am besten, man bleibt gesund. Egal in welchem Land und egal mit welcher Versicherung.



In diesem Sinne wuensche ich Euch allen noch einen schoenen Tag!

Donnerstag, 25. Februar 2010

Miau!

Meine Katzen Roquetas und Luis leben hier wie im Paradies. Sie haben ihren eigenen Eingang, koennen kommen und gehen, wann es ihnen beliebt, haben viel Natur rund ums Haus und es gibt hier keine gefaehrliche Strasse in der Naehe. Und da sie ja beide auch noch ihre Krallen haben, was hier in Kanada nicht selbstverstaendlich ist, koennen sie Maeuse fangen und sich auf Baeume retten, falls ein Kojote oder was auch immer in der Naehe sein sollte. Nebenbei fressen sie ca. 5 Pfund Trockenfutter die Woche und kommen eilig von draussen rein um die Katzentoilette zu benutzen.
Vor ca. 3 Wochen benahmen sie sich merkwuerdig. Sie sassen beide gespannt vor unserem TV Schrank und schienen etwas zu beobachten. Nach ein paar Stunden waren wir dann doch neugierig und Andreas hat ein paar Moebel gerueckt und siehe da: Eine Maus. Welche Ueberraschung. Da es schon Mitternacht war, entschieden wir uns, die Angelegenheit den beiden Felltieren zu ueberlassen und sind ins Bett gegangen.
Am naechsten Morgen sassen die beiden nutzlosen Fresser genauso wie am Vorabend gespannt vor unserem Kuechenregal. Offensichtlich waren Sie bisher noch nicht sehr erfolgreich.
Also: Andreas wieder Moebel gerueckt und die Maus mit Hilfe einer Schuessel und eines Bilderrahmens gefangen und rausgebracht (in Unterhose bei minus 24 Grad, hihi). Draussen haben wir noch die Schoenheit der kanadischen Maus bewundert, braun mit kuschelig aussehendem weissen Bauch, fast wie Hermelin. Hier bekommen die Maeuse wohl Winterfell.
Er hat also das huebsche Tier (immer noch in Unterhose) weiter in den Garten getragen und dann weggeschleudert.
Irgendjemand, dem wir diese Story erzaehlt hatten, ich weiss gar nicht mehr, wer das war, sagte uns dann "Wenn Du die Maus nicht gekillt hast, wird sie wieder kommen!"
"Ach was. Nicht bei 2 grossen Katzen im Haus" Das war so vor 3 Wochen.
Gestern abend stand Lucy in der Kueche und hat die Wand mit der Heizung angebellt. Ich konnte aber nichts sehen. Ich hab noch gedacht "da wird doch keine Maus sein", aber alles war Mausfrei. Naja und ein junger Hund bellt schon mal ohne besonderen Grund.
Als ich dann heute morgen, noch halb verpennt ins Bad wollte, da sah ich es dann:
Die huebsche Maus, Beine nach oben gestreckt, ganz offensichtlich tot, mit blutigem Kopf MIITEN AUF MEINEM KUECHENTISCH. Kreisch.....!
Und nebendran auf einem Stuhl eintraechtig Mutter und Sohn (Roquetas und Luis) mit einem Blick, der mir sagen sollte "Wenn Ihr schon unseren Job machen wollt, dann gefaelligst RICHTIG!"

Dienstag, 23. Februar 2010

Zwillinge

Ist das nicht witzig, dass meine beiden Kinder, die 5600 km vorneinander entfernt leben und im Augenblick nicht viel miteinander zu tun haben, am gleichen Tag in Ihre erste eigene Wohnung ziehen? Zwillinge eben...!

Montag, 22. Februar 2010

Ein neuer Anfang

Schon als Kind hatte ich immer das Beduerfnis, meine Gedanken und Erlebnisse aufzuschreiben. Frueher habe ich dazu diese schoenen chinesischen Tagebuecher benutzt und hab' mehr oder weniger reglemaessig alles Moegliche da rein gekritzelt.


Heute kann ich dieses wunderbare Medium Internet nutzen, um meine geistigen Erguesse quasi loszuwerden.


Anders als in unserem DIARY Blog geht es hier nicht um Auswanderung, Immigration, Start in ein Neues Leben, Familie etc. sondern es geht nur um MEINE Gedanken uns Erlebnisse.


Have Fun lieber Leser!